Wer mit seinem Vierbeiner eine Hundeschule besucht, liegt im Trend. Die Gründe dafür können ganz unterschiedlich sein. Ein guter Hundetrainer kann uns das Verhalten und die Körpersprache des Hundes verständlich machen und dabei helfen, Probleme im Zusammenleben in den Griff zu bekommen.

Viele Hundeschulen bieten verschiedene Beschäftigungskurse und Welpenspielstunden an. Mittlerweile gibt es ein breitgefächertes Angebot an Workshops, Kursen und gemeinsamen Spaziergängen.

Vorsicht bei der Trainerwahl 

Die Tatsache, dass die Berufsbezeichnung Hundetrainer gesetzlich nicht geschützt ist, führt jedoch leider oft dazu, dass Hundehalter viele schlechte Erfahrungen machen. Gewalt und falsch angewendete Erziehungsmethoden können zudem zu größeren Problemen sowie psychischen und physischen Schäden beim Hund führen.    
 
Wir haben eine Checkliste erstellt, die bei der Auswahl der richtigen Hundeschule helfen soll. Ist nicht mindestens die Hälfte der folgenden Punkte erfüllt, sollte man sich besser nach einer alternativen Hundeschule umsehen.
Und auch wenn viele Punkte zutreffen, arbeitet ein Hundetrainer mit Stachel-, Strom- oder Sprayhalsbändern, mit Leinenruck oder verwendet Begriffe wie Rudelführer und Dominanz, sollte man dieser Hundeschule schnellstmöglich den Rücken zukehren.
 
  • Vor der Auswahl des Trainings steht immer ein ausführliches Beratungsgespräch. Dabei sollte sich der Trainer vom bisherigen Ausbildungsstand des Hundes ein Bild machen und sich die Probleme oder Wünsche schildern lassen.
  • Der Trainer erstellt danach einen individuellen Trainingsplan oder macht Vorschläge, welches Training oder welche Beschäftigung geeignet ist.
  • Man kann bei einem Kurs oder einem Training vorab zuschauen, um sich ein Bild zu machen.
  • Die Gruppen trainieren in einer überschaubaren Größe (max. 6 Teilnehmer).
  • Der Ton während des Trainings bleibt stets ruhig und freundlich. Die Atmosphäre ist angenehm und entspannt.
  • Der Trainer kann eine Ausbildung nachweisen und bildet sich laufend fort.
  • Die Hundeschule bietet Einzel- und Gruppentrainings sowie auch Trainingsmöglichkeiten außerhalb eines Hundeplatzes an.
  • Die Welpenspielgruppen werden nach Hundegrößen zusammengestellt.
  • Die jeweiligen Trainingseinheiten sind nicht zu lang. 
  • Die Trainer erklären ihre Handlungsschritte und sind offen für Rückfragen.
  • Strafen und Gewaltanwendungen sind absolut ausgeschlossen. Es wird mit positiver Bestärkung, Belohnungen und Leckerlies gearbeitet.
  • Gute Trainer sind in der Lage, auf ein Mensch-Hund-Team individuell einzugehen.
  • Hund und Halter fühlen sich wohl und haben Spaß am Training.

Hunde haben Spaß am Lernen und wenn das Training Spaß macht, können sich Hund und Mensch auf die nächste Übungsstunde freuen.