Ich lasse mich ja schnell begeistern, wenn es darum geht, irgendwelche sinnvollen oder sinnlosen Dinge für den Hund selber zu machen.
Beim Durchstöbern einer BARF-Gruppe bin ich irgendwann auf das Thema Dörrautomat gestoßen.
Da es mich tatsächlich schon länger stört, dass Knabbersachen für den Hund entweder mit einer Menge Zusatzstoffe versehen oder extrem teuer sind, war schnell klar, dass so ein Teil hier einziehen muss.

Dörrautomat zusammengesteckt

Nach einigen Recherchen und Vergleichen wurde es der Klarstein Bananarama Dörrautomat.

Die ersten Versuche unternahm ich mit Hähnchenbrustfilet und Putenbrust-Streifen. Das Dörrfleisch sollte möglichst fettarm sein, um vollständig trocknen zu können. Andernfalls kann es schnell schimmeln.
Das Ergebnis war beeindruckend. Innerhalb einiger Stunden hatte ich einen Vorrat an gesunden und qualitativ hochwertigen Snacks.
Ausserdem kann ich darauf achten, dass das Fleisch aus artgerechter und biologischer Tierhaltung kommt.

Streifen vom Putenschnitzel

Weil die Sache mit dem Geflügel so schnell und einfach ging, habe ich beim Landschlachter eine ganze Rinderlunge bestellt.
Das Zerkleinern der Lunge wird definitiv keine Lieblingsbeschäftigung werden und ich habe auf Fotos verzichtet.
Da so eine Rinderlunge aber eine beachtliche Größe hat, lief der Dörrautomat an 3 Tagen bis alles verarbeitet und getrocknet war. Dementsprechend groß ist dann aber auch der Vorrat an Snacks.

Um nicht von der nächsten Stromrechnung überrascht zu werden, habe ich mir vorher kurz ausgerechnet, was mich der Spaß denn kosten wird.
Der Automat läuft bei voller Leistung (70 Grad) mit 550 Watt.
Bei dickeren Streifen beträgt die Dörrzeit ca. 10 Stunden. Das sind also 5,5kWh. Bei einem Preis von 0,29€/kWh sind das 1,60€ pro Dörrvorgang.
Dazu kommen natürlich noch der Preis für das Fleisch und die Anschaffung des Dörrautomaten.
Das Ergebnis liegt noch unter dem Preisniveau von hochwertigen Snacks aus dem Handel. Ich weiß aber, wo das Fleisch herkommt, welche Qualität es hat und dass keine künstlichen Zusatzstoffe enthalten sind.
Außerdem dürfen auch viele andere Sachen gedörrt werden. Apfelringe, Möhrenscheiben, Pilze oder Kräuter können ebenso für den eigenen Verbrauch getrocknet werden.

Das Dörren von Innereien wie der Lunge, Mägen oder Leber findet auf der Terrasse statt, da es doch recht geruchsintensiv ist. Muskelfleisch und Gemüse können jedoch in der Küche trocknen. Dabei spielt sicher eine Rolle, wie empfindlich man selber ist.

Die Reinigung ist trotz der Gitter unkompliziert und schnell erledigt.
Das gedörrte Fleisch lasse ich über Nacht auf Küchenpapier weiter trocknen und lagere es dann in NICHT-luftdichten Behältern.

Hier gibt es jetzt nur noch selbstgedörrtes Fleisch und Gemüse. Das Hundetier ist ganz verrückt danach und ich habe die Sicherheit, dass sich keine Konservierungsstoffe oder minderwertigen Zusätze in die Snacks verirrt haben.