Als Hundebesitzer begegnen sie einem täglich – andere Hundehalter.
Ungefragt bekommt man Erziehungstipps, Ernährungsphilosophien oder kuriose Geschichten zu hören. Man kann dies mit einem Kopfschütteln oder mit einem Lächeln im Gesicht zur Kenntnis nehmen.
Wie muss es da erst einem Tierarzt gehen, der täglich mit den unterschiedlichsten Typen von Tierbesitzern zu tun hat?

Karin Kaufmann erzählt in ihrem Buch von skurrilen und herzergreifenden Begegnungen mit Tieren und deren Menschen.
Sie beschreibt ihren persönlichen Weg von der Tierschützerin zur Tierarztassistentin und lässt den Leser in kleinen Anekdoten daran teilhaben.

»Unter den Tierhaltern gibt es wirklich unzählige Typen, aber die schrulligsten sind unter den Katzen- und Kaninchenhaltern zu finden. Da gibt es welche, die ihren Katzen die Ohren zuhalten, wenn sie etwas nicht mitbekommen sollen, und ihnen ellenlange Namen geben, die man auch nicht abkürzen darf. Diesen Tieren wird man vorab auch namentlich vorgestellt.« Karin Kaufmann

Alles beginnt mit dem griechischen Straßenhund Boomer. Er legt den Grundstein für den Einsatz von Karin Kaufmann im Tierschutz. Über einige Umwege führt sie der Weg schließlich in die Tierarztpraxis einer Freundin.
In den folgenden Jahren begegnet sie dort den unterschiedlichsten Tieren und Menschen.
Dabei lernt der Leser eine Katze, die trotz der festen Überzeugung des Besitzers eigentlich ein Kater ist, verwahrloste Kaninchen und die unterschiedlichen Müllschlucker-Typen unter den Hunden kennen.
Die Geschichten in „Vier Hände in der Maus“ sind sehr kurz gehalten und man wünscht sich bei einigen mehr Details oder eine Weitererzählung der Story. Dies wäre aber vermutlich nur zulasten der Vielzahl an Anekdoten möglich gewesen. Und in Anbetracht der zahlreichen bewegenden Begegnungen möchte man auf keine davon verzichten.
Dabei geht es in dem Buch jedoch nicht darum, mit dem erhobenen Zeigefinger auf falsch verstandene Tierliebe oder nicht artgerechte Haltung hinzuweisen. Man findet hier eine Aneinanderreihung unterhaltsamer Geschichten rund um den Praxisalltag.
Am Ende des Buches erhält man als Hundebesitzer dann aber doch noch ein paar Hinweise auf schädliche und gut verträgliche Nahrungsmittel.
Und so fühlt man sich nach dem Lesen des Buches dann auch wie nach einem langen Spaziergang mit dem Hund über die Hundewiese. Man hat viel geschmunzelt, einige Male mit dem Kopf geschüttelt und sich selbst gratuliert, dass man anders ist als andere Tierhalter.
„Vier Hände in der Maus“ ist auch für Nicht-Tierärzte leicht verständlich geschrieben und dank der zahlreichen Kurzgeschichten perfekt für einen Nachmittag am Strand, im Liegestuhl, unterwegs in der Bahn oder als Lektüre vor dem Einschlafen geeignet.
Für jeden Tierliebhaber, egal ob mit oder ohne Haustier, ist dieses Buch ein schönes Geschenk.
Das Buch ist ab sofort bei Amazon für €9,99 erhältlich.
Schwarzkopf & Schwarzkopf, 240 Seiten